Diese Seite ist im Entstehen begriffen!
(neuester Stand: 21.2.2012)
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Es wird wohl noch einige Monate (ab Mitte Dezember 2011) dauern, bis ich dieses Projekt beendet haben werde:
Ein Projekt, das ich in einem solchen Ausmaß noch nie in Angriff nahm!

Auslöser war meine Faszination über Zeitphänomene in der SF-Literatur, die mich seit meiner Jugend fesseln.

Hier will ich aber der Zeit selbst ein wenig auf die Spur kommen...

Hier sehen Sie die vorläufige Struktur meiner selbstgestellten Fragen, zu denen ich Antworten suche.

In gewissen Abständen werde ich diese Seite aktualisieren: so sind Sie bis zur Fertigstellung gewissermaßen "hautnah" dabei!

Sehr gerne würde ich Ihre Meinung erfahren; melden Sie sich bitte über das Gästebuch!




Eine Zusammenstellung von Begriffen und Erklärungen, die sich mit der Zeit befassen

 

Diese kurze Zusammenfassung von verschiedenen Begriffen rund um die Zeit wurde zusammengetragen aus verschiedenen Büchern und Internetplattformen. Durch diese Übersicht wurden keine Urheberrechte verletzt, da keine Zitate benutzt wurden, sondern nur Begriffserklärungen aus unterschiedlichen Quellen, die der Allgemeinheit zugänglich sind. Die meisten Erklärungen habe ich mit eigenen Worten verfasst, gekürzt auf das Wesentliche.

Sinn dieser Seite ist es nicht, die Begriffe im Einzelnen zu darzulegen; dazu wären wohl weit über 600 Buchseiten erforderlich! Es sind nur kurze Erklärungen, die dem Interessierten einen Einblick geben und ihn zu weiterer Suche anregen sollen. Manchmal allerdings komme ich nicht umhin, die Erklärungen etwas ausschweifender zu formulieren...

Wichtiger Hinweis:
Sie können jedes Stichwort der Übersicht anklicken und befinden sich dann in der Tabelle mit weiterführenden Stichworten.
Aus dieser Tabelle gelangen Sie zum Erklärungsteil, und von dort wieder zurück in die Tabelle;
von hier aus können Sie wieder zur Kurzübersicht springen (noch nicht ausgereift!)



Übersicht: 

Was ist Zeit? - Der ZeitsinnVerschiedene Zeitlichkeiten - Physikalische Zeitlichkeiten - Gegenwarten - Jahre - Monate - Tage - Stunden - MinutenSekunden - Kalender - Uhren - Keine Daten vor 1582?Philosophische Gedanken - Science Fiction



Tabellarische Stichworte
:



Was ist Zeit?



Der Zeitsinn



Verschiedene Zeitlichkeiten

Gefühlte Zeit, verstandene Zeit
- Absolute Zeit (Newton)

- Relativistische Zeit (Einstein)
- Dynamische Zeit
- Greenwichzeit
- Ephemeridenzeit
- Koordinierte Universalzeit
- Noozeitlichkeit
- Biozeitlichkeit
- Eozeitlichkeit
- Protozeitlichkeit
- Azeitlichkeit
- Gleichzeitigkeit
- Soziozeitlichkeit, kollektive Zeitlichkeit
- Geschwindigkeit
- Zeitdehnung
- Eigenzeit




• Physikalische Zeitlichkeiten
entsprechend den Ebenen, auf denen Licht, Teilchen
und massereiche Materie organisiert sind:
- Die Zeit des Physikers
- Sternzeit, astronomische Zeit, Sonnenzeit
- Siderische Zeit
- Universalzeit
- Primäre Standardzeit
- Planckzeit



Gegenwarten
- organische
- globale
- soziale
- tragische



• Jahre
- Julianisches
- Gregorianisches
- Astronomisches 

- Tropisches
- Sonnenjahr
- Mondjahr 



• Monate
- siderischer 
- synodischer 




• Tag
- siderischer Tag
- Sonnentag, bürgerlicher Tag
- Sterntag, Frühlingspunkt
- Biologischer Tag
- Innerer biologischer Tag



• Stunde
- kanonische Stunde




• Minute


• Sekunde
- Allgemeine astronomische Sekunde
- Sekunde der Ephemeridenzeit
- physikalische Sekunde (nach einer Atomuhr)


• Kalender
Im Jahr 2012 weltweit benutzte Kalender: rund 40!
Einige Beispiele aus der Vergangenheit und der
Gegenwart:

- Sonnen-/Mondkalender
- ägyptischer
- julianischer
- griechischer
- christlicher
- römischer
- gregorianischer
- jüdischer
- islamischer
- chinesischer
- Mayakalender
- mittelamerikanischer
- japanischer



•  Uhren
- Zeitmessung
- Analog-, Digital-, Atomuhr
- Blumenuhr
- Sand-, Wasser-, Sonnenuhr



• Warum keine „richtigen“ Daten vor dem 24. Februar 1582?




 • Philosophie
Gedanken, die sich mit der Zeit,  (un)möglichen Zeitreisen  und möglichen Parallelwelten befassen
(Anm:  Träume, Erinnerungen, sekündliche Entscheidungen...)




Ein kleiner Ausflug zur Science Fiction





Erklärungsteil




Was ist Zeit?


Das Wesen der Zeit ist für unsere Wahrnehmung ein kontinuierliches Dahinfließen der Ereignisse, versinnbildlicht und messbar durch eine Sanduhr: mit jedem fallenden Sandkorn ist mehr Zeit verstrichen. Veränderungen sind Anzeichen für das Verrinnen der Zeit. Aber: hat Alles und Jedes eine Zeit oder einen Zeitbegriff? Was genau muss man unter dem Begriff Zeit verstehen?

Diese Kompliziertheit wird nicht auf den ersten Blick klar, weil es viele Eindrücke der Zeit und auch viele verschiedene "Zeitlichkeiten" gibt.

Zwei kleine Beispiele: Hat man nicht manchmal das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell oder viel zu langsam vergeht? Kann ein Stein oder ein Atom "Zeit" haben?
Ist Zeit also für Jeden und Alles gleich?

Augustinus, ein Bischof  im römischen Afrika, schrieb um das Jahr 390: "Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich's. Will ich es aber einem Fragenden erklären, weiß ich's nicht."

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Der Zeitsinn


Viele Tierarten sorgen für die Zukunft vor, weil sie nicht anders können! Ist es Zeit, um in den Süden zu fliegen, dann ist das so; ob es Sinn hat oder nicht.
Auch können - höher entwickelte - Tierarten ihr zeitliches Verhalten in engen Grenzen anpassen; aber nur in sehr wenigen Ausnahmefällen können sie begreifen, was Vergangenheit ist: Meinem Hund kann ich mitteilen, dass es gleich Futter geben wird, und er wird entsprechend reagieren; niemals aber wird er begreifen, dass es schon Futter gegeben hat.

Der menschliche Säugling erfährt ständig alles aufs Neue, bis zu einem gewissen Zeitpunkt: Dann kann er begreifen, dass es etwas geben wird, und dass es auch etwas schon gab; darauf kann er sein Handeln und seine Reaktionen abstimmen, also die Zukunft vorhersehen oder zumindest erahnen. Viele Tiere können das ebenfalls, aber nicht durch bewusstes Denken und Planen, und sie können ihr Handeln nicht schlüssig aus Erfahrungen der Vergangenheit auf  die Zukunft übertragen und damit gezielte Handlungen vornehmen; ihr Verhalten ist zwar in gewissem Sinne erlernt, aber dennoch instinktgeprägt.

Der Mensch aber besitzt die Fähigkeit, die Welt in ihrem vorsagbaren und unvorhersagbaren Zustand wahrzunehmen, was ihm schon zu uralten Zeiten die Fähigkeit zu einer diffizilen Kommunikation ermöglichte.

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Gefühlte Zeit und verstandene (gemessene) Zeit


Wir alle haben einen "eingebauten" Sinn dafür, was damit gemeint ist, wenn wir von "vor einem Ereignis" oder "nach einem Ereignis" sprechen.

Jedoch gibt es einen qualitativen Unterschied zwischen gefühlter Zeit und verstandener (gemessener) Zeit:

Die gemessene Zeit können wir auf Zifferblättern, Digitalanzeigen und Kalendern ablesen, wir schauen regelmäßig auf die Uhr, führen Terminkalender, versuchen, pünktlich zu Terminen zu erscheinen. Manche Kulturen nehmen es hierbei mehr, andere weniger genau mit der Pünktlichkeit, aber letztlich scheint sich fast überall auf der Erde die Organisation des menschlichen Alltags in das System der gemessenen Zeit einzugliedern.

Dieses Zeitsystem aus Stunden, Tagen, Jahren, ist zwar vom Jahreszyklus und dem Tag-/Nachtwechsel abgeleitet, aber gemacht haben wir Menschen uns dieses System selbst.

Diesem definierten starren System steht unsere individuelle Zeitwahrnehmung, die gefühlte Zeit, gegenüber.

Diese Wahrnehmung ist nicht nur von Mensch zu Mensch völlig unterschiedlich, sie verändert sich, je nach Situation, auch bei jedem von uns permanent.

Manchmal scheint uns die Zeit davonzulaufen, z.B. wenn wir dringend etwas fertig machen müssen oder Termine zu dicht aufeinander folgen.
Doch dann gibt es auch die Momente, wo die Zeit überhaupt nicht vergehen will: Beim Warten scheint die Zeit sich oft zu einem lästigen Etwas auszudehnen, das wir endlich hinter uns haben wollen. Oder überhaupt in Situationen, die uns unangenehm sind. Wie sehnen wir uns oft danach, dass diese endlich vorüber gehen, wie lange können uns da ein paar wenige Minuten vorkommen.

Wie fühlen zwei Fuß- oder Handballmannschaften und ihre Anhänger die letzten bangen Minuten bis zum Schlusspfiff, wenn das eigentlich unterlegene Team mit einem Tor führt?
Das Team mit dem Vorsprung kann es nicht erwarten, die Zeit bis zum erlösenden Pfiff will einfach nicht kommen, während die gegnerische Mannschaft verzweifelt stürmt: die Zeit dehnt sich fürchterlich, sie vergeht viel zu langsam...
Für das andere Team vergeht die Zeit viel zu schnell, in der vielleicht noch die Möglichkeit zum Ausgleich besteht: die Zeit wird knapp, viel zu knapp!
Dem Schiedsrichter ist das alles egal: er hat seine gemessene Zeit, die er auf der Digitaluhr ablesen kann; nur diese Zeit zählt!

Doch die Zeit läuft uns nicht nur davon oder will nicht vergehen, manchmal scheint sie auch stehen zu bleiben; wir nehmen überhaupt nichts mehr von ihr war, scheinen in einen Zustand der Zeitlosigkeit aufgegangen zu sein. Dies geschieht meist, wenn wir uns mit etwas beschäftigen, das unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, das uns fesselt und wir uns völlig in diese momentane Tätigkeit verlieren können. Wir, bzw. unser Ich, mit all seinen Wünschen, Freuden, Sorgen und Leiden, scheint dann tatsächlich verloren, verschwunden zu sein. Da ist dann nur noch der Moment und das, was wir eben hier und jetzt tun und wahrnehmen, ein Zustand der Zeitlosigkeit und oft auch von Seeligkeit. Erst die Uhr als zeitmessende Institution macht uns wieder - erschreckend! - auf die Realität aufmerksam.

Die Zeit ist also für jeden Menschen subjektiv; aber da das Zeitbewusstsein für das Überleben notwendig ist, wird die Zeit damit auch etwas Objektives.

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Absolute Zeit (nach Newton)


"...die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig, und ohne Beziehung auf irgendeinen äußerlichen Gegenstand. Sie wird so auch mit dem Namen Dauer belegt." Mathematische Prinzipien der Naturphilosophie, 1686, als Grundlage der modernen Naturwissenschaft; hier wurde  t als Symbol für die Zeit in wissenschaftlichen Gleichungen vorgeschlagen und wissenschaftlich weltweit definiert.

Mit anderen Worten: Die Zeit ist unabhängig vom Menschen, sie fließt von selbst.

Dieses Postulat der absoluten Zeit sagt aber nichts darüber aus, - ebenso wenig wie Einsteins relativistische Zeit -, was wir uns unter Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft vorstellen sollen (s. auch Noozeitlichkeit, die Zeit des denkenden Menschen). (s.dort LINK! Neues Fenster!)

Immanuel Kant zweifelte im 18. Jahrhundert an dieser Unabhängigkeit der Zeit vom Menschen: 
"...Die Zeit ist Teil unserer Verstandes, aber wir müssen annehmen, dass sie real ist, weil wir nur dann der Welt einen Sinn geben können. Wäre die Zeit unabhängig vom Menschen, so sollten wir eine Antwort auf die Frage finden können, ob die Zeit einen Anfang hat oder nicht - was aber unmöglich ist."

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Relativistische Zeit (nach Einstein)


Eine "relativ" kurze Definition ist mir an dieser Stelle noch nicht geglückt! Ich bin dabei, aus meinen Büchern über die Spezielle Relativitätstheorie und die Allgemeine Relativitätstheorie einen verständlichen Extrakt zu schreiben, um ohne die Schwierigkeiten dieser Theorien auskommen zu können. Geduld, bitte!

Es sei jetzt nur kurz angemerkt, dass es sich hier, - soweit es als Erklärung in den Rahmen dieser Seite passt -,  nicht nur um subjektives Zeitempfinden handelt (s. hier), sondern vor allem um die Tatsache, dass die Zeit unter gewissen Umständen tatsächlich schneller oder langsamer vergeht!

Der Satz "Alles ist relativ" ist leider fälschlicherweise im Volksmund gebräuchlich geworden; genauer muss es heißen "Alles ist relativ, vom Standpunkt des Betrachters aus gesehen"!

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Tag

Es gibt viele Möglichkleiten, einen "menschgemachten" Tag zu definieren! Kurze Beispiele:

Für einige Völker der Antike begann der Tag mit dem Sonnenaufgang, die alten Ägypter zählten (wir wir heute) den Tag von Mitternacht bis Mitternacht. Im alten Judentum begann der Tag mit dem Sonnenuntergang. Die alten Germanen zählten nicht die Tage, sondern die Nächte, wie es die Engländer heute noch ausdrücken, wenn sie einen Zeitraum von 14 Tagen "a fortnight" nennen. Bis 1925 zählten Astronomen ihre Tage von Mittag zu Mittag; seitdem von Mitternacht zu Mitternacht. Im Hotel beginnen die Tage oft "nach 14 Uhr" und enden "vor 10 Uhr". Auch Sie haben bestimmt eine eigene Tagesvorstellung, besonders wenn Sie im Schichtbetrieb tätig sind oder keiner geregelten Arbeit nachgehen können.

Wie lange ist ein Tag? Das hängt davon ab, was mit einem Tag gemeint ist:

Ein mittlerer Sonnentag  gleicht 1,0027379093 siderischen Tagen oder 24 Stunden 03 Minuten 56,55537 Sekunden siderischer Zeit. Ein mittlerer siderischer Tag entspricht  0,0972695663 mittleren Sonnentagen  oder 23 Stunden 56 Minuten 4,09055 Sekunden der Sonnenzeit. Etwas verwirrend, oder?

Sonnentag (bürgerlicher Tag):
Erdumdrehung bezogen auf die Sonne; sein mittlerer Wert (bürgerlicher Tag) ist etwa 4 Minuten länger als der siderische Tag.
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Siderischer Tag: (Die Bezeichnung ist abgeleitet vom lateinischen Wort sidus (Genitiv: sideris) für Stern, oder auch von sidereus (=Sternbild)).
Die Dauer einer Umdrehung der Erde gegenüber einem fiktiven Stern in unendlicher Entfernung. Er ist etwas kürzer als der mittlere Sonnentag (=bürgerlicher Tag), der auf dem scheinbaren Umlauf der Sonne beruht. Das liegt daran, dass die Erde sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um die Sonne dreht. Ein Jahr hat – einigermaßen genau – einen siderischen Tag mehr als bürgerliche Tage. Der Unterschied verteilt sich auf die Tage eines Jahres und beträgt knapp 4 Minuten pro Tag.
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Sterntag:
Eine 360°-Umdrehung der Erde, bezogen auf einen Frühlingspunkt.

Frühlingspunkt:

Schnittpunkt der aufsteigenden, scheinbaren Sonnenbahn (Ekliptik) mit dem Himmelsäquator. Steht die Sonne im Frühlingspunkt, so beginnt definitionsgemäß der astronomische Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde, dies ist jährlich um den 21. März der Fall.
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Tropischer Tag: (Erklärung!)

Sonnenzeit
(wahre Sonnenzeit, mittlere Sonnenzeit): s. physikalische Zeitlichkeiten (s. dort Erklärung! Link dorthin in neuem Tab!)




Biologischer Tag:
Der biologische Tag ist ein Rhythmus, den wohl alle Lebewesen besitzen, bis hinunter zur molekularen Ebene. Ein solches Verhalten, das einen 24-Stunden-Rhythmus zeigt, nennt man Zirkadianverhalten.
Kleines Beispiel: Blüten einer gemeinsamen Gattung (z.B. Korbblütler) öffnen und schließen sich bis auf die halbe Stunde genau zur selben Zeit, jedenfalls in der gleichen Vegetationsgegend; in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde aus diesen Erkenntnissen eine Blumenuhr enwickelt (s. hier).
Zirkaniades Verhalten wurde bei Hunderten wirbelloser Arten gefunden: von einfachsten Algen bis hin zu Insekten, ja sogar bei Parasiten, die im Blut leben.
Gleiches gilt für Wirbeltiere: ob norwegische Ratten, amerikanische Weißfußmäuse, Känguruhs, Seeottern, Katzen, Vögel oder Menschen.
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Innerer biologischer Tag:

Es gibt aber auch einen inneren biologischen Tag, der nicht direkt beobachtbar ist, sondern in Experimenten erschlossen werden muss. Z.B. sind bei der Maus über sechzig innere zirkaniade Zyklen identifiziert worden, die Organe, Hirnbereiche, ja sogar das Knochenmark der Wirbelsäule betreffen; weitere Erläuterungen würden diesen Rahmen sprengen.

Allerdings sei noch erwähnt, dass (nicht nur) der Mensch bei verschiedenen Tageszeiten in besonderer Weise auf Erlebnisse reagiert, die nicht dem normalen biologischen Tag entsprechen: Militärische Unterrnehmungen werden oft kurz nach Mitternacht unternommen, weil der zu überraschende Feind sich um diese Zeit in seinem biologischen Wach-/Schlafrhythmus befindet; aus diesem Grund klopft auch der Polizist bei einem Verdächtigen in den frühen Morgenstunden an die Tür. Sicher kennen Sie viele Situationen, bei den Sie sagen: "Nicht um diese Zeit! Da bin ich für so etwas nicht ansprechbar/nicht zu interessieren/zu unaufmerksam" usw.
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Sekunde

Wie lange währt eine Sekunde? Das hängt davon ab, was mit einer Sekunde gemeint ist:

Die allgemeine astronomische Sekunde ist der 86.400ste Teil eines Sonnentages (s.dort LINK! Neues Fenster!)
Da aber Tage unterschiedlich lang sein können, hat die internationale Astronomische Union eine Sekunde der Ephemeridenzeit (s.dort LINK! Neues Fenster!) als 1/31.566.925,974 des tropischen Tages (s.TAG! Neues Fenster!) des Jahres 1900 definiert. 

Die physikalische Sekunde wurde 1972 als Frequenz einer bestimmten Atomuhr neu definiert und gilt seither als Referenz für alle wissenschaftlichen Zeitmessungen: die Schwingungen eines Cäsiumatoms! Nach genau 9.192.631.770 Schwingungen ist ene Sekunde beendet. Mögliche Abweichung zu einer baugleichen, anderen Atomuhr: 1 Sekunde in drei Millionen Jahren.

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Uhren

Zeitmessung:



Blumenuhr:
Der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné legte 1745 erstmals die von ihm entwickelte Blumenuhr im Botanischen Garten von Uppsala an. Dabei handelte es sich um ein Blumenbeet in Form eines Zifferblatts mit reihum 12 Unterteilungen, die mit den zur jeweiligen Stunde blühenden krautigen Pflanzen bepflanzt waren. Denn bei der Beobachtung der Natur in seiner nächsten Umgebung hatte er die für seine Zeit überraschende Feststellung gemacht, dass bestimmte Pflanzenarten nur zu bestimmten Tageszeiten blühten. Darauf aufbauend intensivierte Linné seine Forschung und stellte fest, dass diese pflanzlichen Aktivitäten während der gesamten (schwedischen) Wachstumsperiode immer zur gleichen Tages- oder Nachtzeit stattfanden.  Indem er im Ein-Uhr-Feld die krautigen Pflanzen anpflanzte, die entweder um 13:00 Uhr oder um 01:00 Uhr ihre Blüte ganz geöffnet hatten und in den Feldern 2 bis 12 die jeweils entsprechenden Pflanzenarten, hatte er eine exakte, natürliche Uhr geschaffen. Es soll ihm bei der Frage nach der Uhrzeit ein Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers auf seine Blumenuhr genügt haben, um die Uhr bis auf 5 Minuten genau abzulesen.


Blumenuhr
Zum Vergrößern mit der Maus darauf zeigen!

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Warum keine genauen Daten vor dem 24. Februar 1582?

Die durchschnittliche Jahreslänge des julianischen Kalenders (s.dort! Neues Fenster!) beträgt 365,25 Tage, was eine Abweichung von 0,0078 Tagen in Bezug auf das mittlere tropische Jahr aus macht. (s.dort! Neues Fenster!) Daraus resultiert eine sehr langsame Verschiebung des Kalenderjahres zum Sonnenjahr. (s.dort! Neues Fenster!) Diese Verschiebung summiert sich in 128 Jahren zu einem vollen Tag, und somit kommt es auch zu einer Verschiebung der Daten von Sonnenwenden und Tag-und-Nacht-Gleichen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde also der julianische Kalender bezogen auf die Jahreszeiten immer ungenauer. Das ärgerte die römische Kirche, da sich damit auch das Osterfest immer mehr in Richtung Sommer verschob.

Nachdem verschiedene Astronomen beauftragt wurden, eine Lösung zu finden, erließ Papst Gregor VIII danach am 24.2.1582 eine päpstliche Bulle, die die folgenden Korrekturen beinhaltete:

- Zehn Tage des Kalenders wurden gestrichen: Auf  Donnerstag, den 4. Oktober 1582 sollte Freitag, der 15. Oktober folgen.
- Die Regelung für Schaltjahre wurde geändert: Jedes vierte Jahr, mit Ausnahme der durch 400 nicht teilbaren Jahrhunderte, ist ein Schaltjahr. Demnach sind die Jahre 1600 und 2000 Schaltjahre, aber 1700, 1800, 1900 und 2100 nicht.
- Neue Regeln für die Berechung des Osterfestes wurden festgelegt; (entfällt hier aus Gründen der Kompliziertheit).
- Der erste Tag des Jahres ist der 1. Januar.
- Der zusätzliche Tag eines Schaltjahres ist nicht mehr der Tag vor dem 25.Februar, sondern der Tag nach dem 28. Februar.

Die mittlere Jahresdauer des Gregorianischen Kalenders (s.dort! Neues Fenster!)  beträgt 365,2425 mittlere Sonnentage  (s.dort! Neues Fenster!). Die Abweichung vom tatsächlichen tropischen Jahr  (s.dort! Neues Fenster!) beträgt nur 0,0003 Tage. Dies wird sich erst nach rund 3330 Jahren zu einem ganzen Tag aufsummieren.

Der gregorianische Kalender  ist heute fast weltweit Standard. Dennoch gibt es abweichende Kalender, die in verschiedenen Kulturen benutzt werden. (s. Kalender) (s.dort! )

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Philosophische Gedanken


Sind wir imstande, den Zeitablauf zu kontrollieren oder zu beeinflussen?

Ja! Wir sind nicht nur imstande dazu, sondern wir lenken den Zeitablauf tatsächlich mit fast jeder Entscheidung, die wir treffen, in eine andere Bahn, also in eine andere Zukunft. Jede unserer Entscheidungen zum Beispiel, die andere Menschen betreffen, zwingt diese auf einen anderen, vielleicht nur kleinen Umweg; das schreitet für den anderen ebenso fort usw.
Und damit beeinflussen wir auch die Zukunft; nicht nur unsere eigene, sondern die Zukunft der Welt.

Es ist also, als ob es nicht nur eine Zukunft gibt, sondern unendlich viele Zukünfte; jede ausgelöst durch jede unserer einzelnen Entscheidungen. All diese Zukünfte betreffen auch  andere Menschen, die auf irgend eine Art mit unserem eigenen Leben in Beziehung stehen - und deren Entscheidungen sind wiederum mit uns selbst und auch andereren Menschen verwoben.

Sie kennen sicher eine solche Einsicht: "Hätte ich das damals nicht gesagt, dann wäre unsere Freundschaft nicht in die Brüche gegangen, und mein /unser Leben hätte sich anders entwickelt!" Fast alle Menschen denken aber über diese Konsequenz nicht nach: Das "Was-wäre-wenn" wird in Momenten der Entscheidung selten durchgespielt, weil Entscheidungen sehr oft spontan getroffen werden. Dieses inzwischen "Was-wäre-wenn-nicht"-Spiel geht einem oftmals erst viele Jahre später durch den Kopf, und dann kann man erstaunt sein, denn: Das ist höllisch komplex!

Wie hätte sich das Leben der beiden Bezugspersonen denn entwickelt? Wie sehr wären hunderttausende Menschen im Laufe von 40 Jahren von dieser Ihrer Entscheidung betroffen, weil sich das Leben ab dem Zeitpunkt Ihrer Entscheidung in unsagbar viele Einzelentscheidungen der anfangs betroffen beiden Personen aufspaltet? Würde, wenn Sie sich nicht getrennt hätten, 40 Jahre danach an einem beliebigen Ort eine wunderschöne Eiche stehen statt einer Müllhalde?

Sind diese alternativen Zukünfte verloren, oder waren sie nie existent? Oder haben sie sich vielleicht weiter entwickelt, ohne sich um unsere Entscheidung zu kümmern und sind dadurch zu sog. Parallelwelten geworden, von denen wir kein Bewusstsein haben? In einer davon könnte die Eiche stehen, statt einer Müllhalde, weil Sie sich entschlossen hatten, diesen dummen Satz nicht zu Ihrem Partner zu sagen...

(Wird fortgesetzt: 40 Jahre des Nachdenkens über solche Probleme bedürfen sehr viel Zeit, diese Gedanken in - auch für mich! - verständliche Worte zu packen...)
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